Lokalseite

Montag, 6. Februar 2012

Für kreative Maßnahme in den Startlöchern
Jugendstadtrat will Projekt Südbahnhof im April beginnen – Ausschuss über Aktionen informiert

Schifferstadt ist für alle Generationen aktiv. Das zeigte sich am Donnerstagabend bei der Sitzung des Ausschusses für Generationen und Soziales im Rathaus. Sowohl Seniorenbeirat als auch Jugendstadtrat und Stadtjugendpflege belegten durch je einen Vertreter in ihren Berichten über das Jahr 2011, wie vielfältig in den einzelnen Arbeitsbereichen gewirkt wird.
Es ist vor allem ein Projekt, das den Jugendstadtrat seit geraumer Zeit beschäftigt: die Gestaltung der Unterführung am Südbahnhof. Detailliert legte Jugendbürgermeister Cem Türkseven nun dem Ausschuss das Vorhaben inklusive Kostenschätzung und Vorgehensweise vor. Voraussichtlich ab April soll das Bemalen sukzessive in Angriff genommen werden.
„Jugendliche Künstler wie der Leistungskurs Bildende Kunst des Paul-von-Denis-Gymnasiums sollen die Wände mit Motiven gestalten“, erklärte Türkseven. Damit die Unterführung nicht wieder mit Graffiti verunstaltet wird, soll ein spezieller Schutzlack aufgetragen werden. „Mit einem Reinigungsmittel können Schmierereien auf dem Lack ohne Probleme entfernt werden, so dass die Bilder unter dem Lack unbeschädigt bleiben“, führte er aus. Bis zu 400-mal könne der Vorgang wiederholt werden.
Gerade der Graffityschutz schlägt bei den Kosten zu Buche, wie sich angesichts der vorgelegten Zahlen zeigte. Alleine 1650 Euro müssen dafür ausgegeben werden. Die Acrylfarbe für 300 Quadratmeter sei für 600 Euro, die weiße Farbe für 320 Euro zu haben. Dazu kommen noch laut Auflistung Türksevens weitere Einzelposten wie Pinsel, Mischpaletten, Rollstäbe oder Abklebeband. Alles in allem ein Gesamtbetrag von 2875 Euro. „Um das Projekt nun endgültig in Angriff nehmen zu können fehlen noch 1225 Euro“, informierte der Jugendbürgermeister.
Des Weiteren verwies er rückblickend auf das vom Jugendstadtrat organisierte Fußballturnier mit elf Mannschaften. „Das zeigt, dass die Integration funktioniert“, betonte Türkseven. Eine Wiederauflage soll es in diesem Jahr geben. Ebenso planen die jungen Politikinteressierten eine Veranstaltung gegen Rechts.
Ziel: Alle Altersstufen erreichen
Durch einen unerfreulichen Personalwegfall geprägt gewesen sei das Jahr in der Stadtjugendpflege, wie deren Leiter Wieland Oestreicher erklärte. Eine Honorarkraftstelle sei frei geworden, eine Vollzeitkraft habe sich eine langwierige Knieverletzung zugezogen.
Von sieben Konzerten hätten nur fünf durchgeführt werden können, der Rockpreis, der gemeinsam mit dem Rhein-Pfalz-Kreis organisiert wird, sei auf April 2012 verschoben worden. Nicht gut besucht sei das Kinderbastelprogramm am Nachmittag. „Gründe dafür sind im Detail nicht bekannt“, merkte Oestreicher an. Ebenso wenig Interesse gebe es für das Kinderkino.
Zum ersten Mal in Eigenregie durchgeführt worden war die Sommerferienmaßnahme durch die Jugendpflege mit verschiedenen Angeboten von der Waldfesthalle aus und einem Zirkusprojekt. Nicht ganz gedeckelt werden konnten die Ausgaben in Höhe von 23.422 Euro hierbei. 21.226 Euro an Einnahmen standen diesen gegenüber.
„Wir hoffen“, so Oestreicher, „dass wir in diesem Jahr alle Altersstufen erreichen.“ Eine Übersicht der gesamten Angebote des Jugendtreffs gebe es im Internet, unter anderem auch einen Online-Ferienkalender. Hefte mit Hinweisen auf die Aktionen in allen Monaten liegen im Jugendtreff und bei der Stadtverwaltung aus.
Seniorenfreundlichkeit überprüfen
Die Vorsitzende des Seniorenbeirats, Edeltraud Wermuth, berichtete von „13 Schifferstadtern, die sehr glücklich bei ihrer Arbeit für die Stadt“ seien. Auf Themensuche sei der Beirat jedoch. „Ich wünsche mir, von den Bürgern richtige Aufgaben zu erhalten“, appellierte Wermuth an die älteren Menschen in der Stadt, sich mit ihren Anregungen an das Gremium zu wenden.
Stolz zeigte sich die Vorsitzende auf ihre Mitstreiter des Seniorenbeirats, die allesamt mit Herz arbeiteten. „Wir wollen Schifferstadt in erster Linie nach außen repräsentieren“, stellte Wermuth fest. Das Projekt „Seniorenfreundlicher Service“ stehe im laufenden Jahr unter anderem im Mittelpunkt. 37 Firmen würden sich daran beteiligen. „Wir haben den Kriterienkatalog überarbeitet und drei Gruppen gebildet, die ab Mitte Februar die Geschäfte aufsuchen“, kündigte Wermuth an.
Das nächste Seniorenfrühstück finde am 28. März in der Adlerstube statt. -kai

Ausführlich im Schifferstadter Tagblatt. Die Lokalzeitung von Schifferstadt.

[Home]