Verzögerungen in Salierstraße wieder aufgeholt
Landesbetrieb sieht Fertigstellungstermin nicht in Gefahr – Bürger nehmen Umwege in Kauf
Im Mai vergangenen Jahres rollten Bagger an, wurden Warnbaken aufgestellt und Skizzierungen auf dem Asphalt vorgenommen – das Bauprojekt Salierstraße wurde gestartet. Ein Jahr Bauzeit sind anvisiert bis zur endgültig abgeschlossenen Sanierung und dem Ausbau. Zum jetzigen Zeitpunkt können die Bürger – und vor allem die unmittelbar betroffenen Anwohner – davon ausgehen, dass der Fertigstellungstermin nicht in Gefahr ist.
Zuversichtlich äußert sich Manfred Borell, stellvertretender Dienststellenleiter des Landesbetriebs Mobilität (LBM) in Speyer, der die Oberhand über die Arbeiten hat. Verzögerungen, teilt er auf Nachfrage des Tagblatt mit, habe es gegeben, doch seien die mittlerweile, auch auf Grund des bis vor einigen Tagen relativ milden Januar aufgeholt. Das Wetter war ebenfalls der Grund dafür gewesen, dass Verzögerungen von zirka vier Wochen gegenüber dem geplanten Bauablauf entstanden waren. Mit dazu bei trug die diffizile Planung, die es zu beachten galt. „Beim Ausbau der Salierstraße handelt es sich um eine Gemeinschaftsmaßnahme, bei der neben dem Straßenbau eine Vielzahl von Leitungen für verschiedene Versorgungsunternehmen im Straßenkörper verlegt werden müssen“, nennt Borell einen zweiten Grund. Der dritte: „Weiterhin mussten die einzelnen Bauabschnitte möglichst kurz gewählt werden, um die direkte Betroffenheit der Anlieger durch die Bauarbeiten so gering als möglich zu halten.“ – Zurzeit werde am achten von insgesamt zwölf Abschnitten gearbeitet. Aufforderungen an die Baufirma, die Arbeiten zu forcieren, um die geplante Fertigstellung der Salierstraße zum 30. Juni dieses Jahres einhalten zu können, hätten gefruchtet.
Offensichtlich arrangiert haben sich die Schifferstadter – vor allem die Anwohner – mit der Baumaßnahme und nehmen auch Umwege in Kauf. „Die Arbeiten dauern nun bald ein Jahr und Beschwerden gab es keine“, erklärt Norbert Kühner, Leiter des Ordnungsamtes. Ordentlich umfahren werden könne die Salierstraße, es gebe viele Seitenstraßen und auch die geschickte Planung trage ihren Teil zur Zufriedenheit bei. Gesperrt wird in der Salierstraße nämlich nur in Teilstücken.
„Die Bedenken richten sich eher gen Zukunft“, meint Kühner und führt aus: „Die ganze Zeit haben sich die Bürger nicht richtig vorstellen können, wie die Straße nach dem Ausbau und der Erweiterung aussehen wird.“ Jetzt werde die neue Breite erst bewusst. „Wir werden die Entwicklung dort nach der Fertigstellung beobachten“, kündigt Kühner an.
Nachdem Bestandsausbau auf 1350 Metern soll im Frühjahr dieses Jahres der zweite Abschnitt über 200 Meter vom Kreisverkehrsplatz bis zur Einmündung Waldspitzweg folgen. Die Gesamtmaßnahme von 1,3 Millionen Euro soll unter den beteiligten Behörden preislich aufgeteilt werden, wobei die Stadt Schifferstadt 395.000 Euro zu tragen hat. Der Kreis hat zudem einen Zuschuss des Landes in Höhe von 60 Prozent erhalten. -kai |