Hoffenheim schafft auch im
sechsten Heimspiel keinen Sieg
2:2 gegen Augsburg – Stanislawski attackiert eigene Spieler
Holger Stanislawski nahm gegenüber dem letzten Spiel gegen Dortmund einige Umstellungen vor. Für Rudy, Braafheid und Weis liefen Musana, Compper und Mlapa auf. Last-Minute-Zugang Srdjan Lakic nahm wegen Magen-Darm-Problemen erst einmal auf der Bank Platz. Augsburg stand in der Abwehr zu Beginn des Spiels sehr gut und ließ überhaupt keine Hoffenheimer Chancen zu. In der 17. Minute tauchte Torsten Oehrl nach einem feinen Pass von Sascha Mölders frei vor Keeper Tom Starke auf, der gerade noch mit den Beinen retten konnte. Hoffenheim agierte in dieser Phase etwas zögerlich und so war es keine große Überraschung, als Augsburg in der 31. Minute durch Mölders mit 0:1 in Führung ging. Einen Pass von Hosogai verlängerte Innenverteidiger Langkamp mit dem Kopf auf den Torjäger, der unhaltbar für Starke ins linke untere Eck einschob. Hoffenheim schlug aber recht schnell zurück. In der 37. Minute hob Peniel Mlapa einen gezielten Freistoß über Simon Jentzsch ins Augsburger Tor.
Nach der Pause kam Hoffenheim voller Tatendrang aus der Kabine und hatte die beste Viertelstunde des Spiels. 22500 Zuschauer in der Wirsol Rhein-Neckar-Arena sahen in der 46. Chance eine gute Chance durch Knowledge Musana und fünf Minuten später die 2:1-Führung durch Sejad Salihovic, der den nach einem Foul von Langkamp an Firmino den durch Schiedsrichter Markus Wingenbach verhängten Elfmeter unhaltbar in das Augsburger Tor zimmerte. Hoffenheim legte noch kurz nach, verfiel aber dann wieder in die gleiche Mut- und Konzeptlosigkeit wie über weite Strecken der ersten Hälfte. Augsburg gewann wieder etwas Oberwasser und erzielte in der 72. Spielminute folgerichtig und verdientermaßen den 2:2-Ausgleich durch einen Kopfball von Matthias Langkamp. Fünf Minuten später wäre beinahe sogar das Siegtor durch Mölders gefallen. Auch der eingewechselte Srdjan Lakic konnte das Spiel nicht mehr herumreißen. Am Ende stand ein verdientes Unentschieden und mit Ryan Babel und Sejad Salihovic zwei gesperrte Spieler für das kommende Bundesligaspiel bei Werder Bremen.
Trainer Stanislawski war wie schon nach dem Spiel gegen Berlin restlos bedient und zog diesmal schonungslos Bilanz: „Wenn man sieht, dass der ein oder andere Spieler keine Bereitschaft zeigt, gegen den Ball oder nach hinten zu arbeiten, wenn manche spielen, wie ihnen der Schnabel gewachsen ist, dann vergeht einem die Lust als Trainer. Ich möchte jetzt auch nichts mehr schönreden. Wir befinden uns mitten im Abstiegskampf.“ Srdjan Lakic, der sein Debüt gefeiert hatte, war ebenfalls enttäuscht: „Wir sind nicht so glücklich, dürfen zuhause nicht zwei Tore kassieren. Auf jeden Fall sind in der Lage, besser zu spielen. Ich hatte in den letzten drei, vier Tagen Magen-Darm-Probleme, hoffe aber, in den nächsten Tagen wieder voll dabei sein zu können.“ Die nächste Chance auf Wiedergutmachung hat die Mannschaft beim DFB-Pokalspiel am Mittwoch gegen Greuther Fürth. -mat |